Nuventura


Beschreibung

Nuventura ist ein Startup mit Sitz in Berlin, das es sich zum Ziel gemacht hat, SF6 – das stärkste bekannte Treibhausgas – aus dem Stromnetz zu eliminieren. Sie haben eine Schaltanlage (ein elementarer Teil des Netzes) entwickelt, die ohne Leistungseinbußen anstatt SF6 einfache Luft verwendet, wie wir sie atmen. Der Einfluss dieser Technologie auf die Umwelt kann gewaltig sein: Sie ist in der Lage Emissionen in der Größenordnung von 100 Mill. Autos zu vermeiden.


Geschäftsmodell: B2B

Mitarbeiter: 9

Status Kapitalsuche: Auf Kapitalsuche


Gegründet: 2017

Unternehmensphase: Start-up Phase (Gründung und Markteinführung)

Gründer

Ihr Gründerteam besteht aus folgenden Partnern: Manjunath Ramesh – techn. GF - ist Elektroingenieur mit zehn Jahren Erfahrung in R&D von Schaltanlagen. Er ist Urheber zahlreicher Patente in diesem Bereich und leitet heute die technische Entwicklung bei nuventura. Dr. Fabian Lemke– kaufm. GF – ist Nuklearingenieur und promovierte in Verhaltensökonomie. Er sammelte in der Energiewirtschaft fünf Jahre Erfahrung als Berater bei McKinsey bevor er das Unternehmen Sanubi gründete und dreieinhalb Jahre als Geschäftsführer leitete. Nikolaus Thomale - operativer Berater - ist Jurist mit über zehn Jahren unternehmerischer Erfahrung als Gründer einer Vielzahl von Unternehmen. Nikolaus ist heute u.a. als Venture Partner von Econa tätig. Nuventura begleitet er operativ intensiv in den Bereichen Recht und Finanzierung.


Unser Produkt

Nach zehn Jahren Arbeit in der Energie-Industrie, begann Manjunath, einer von nuventuras Gründern, sich wegen der Umweltschäden durch SF6 zu sorgen. Es ist das stärkste existierende Treibhausgas und wird weitgehend in der Industrie verwendet. Da dieses Marktsegment sehr speziell ist kannte er nur wenige Spezialisten, die eine Änderung hätten bewirken können. Also begann er stattdessen selbst, die nötige Technologie zu entwickeln. Er nutzte seine Erfahrung, um das Design von Schaltanlagen zu vereinfachen und die Notwendigkeit für SF6 zu beseitigen. Später stießen Nikolaus und Fabian hinzu, um gemeinsam ein Startup zu gründen, das die Energie-Industrie umgestalten soll.
Das Produkt verwendet einfache Trockenluft anstatt SF6 und ist absolut umweltfreundlich. Es lässt alle Vorzüge von SF6-basierten Anlagen weiter bestehen und baut sie noch aus. Nuventura haben die Technologie erfolgreich getestet und ihre ersten Partner für Lizensierung und Pilotprojekte gewonnen. Das Startup hat seinen Sitz in Berlin, ist Teil der renommierten accelerators Climate-KIC und e∙on :agile und hat sich dem Start Green accelerator angeschlossen. Finanzierung wurde gesichert durch Investitionen von Industrie-Experten, impact investors und business angels und Nuventura erhielt Anerkennung durch das Magazin The Hundert, als eines der 100 innovativsten Startups in Deutschland. Zurzeit führt nuventura ein Pilot-Projekt mit der derzeitigen Prototypen-Anlage durch, zusammen mit dem deutschen Energieversorgungs-Unternehmen Westnetz/innogy. Ein weiteres Pilotprojekt ist für kommendes Frühjahr geplant.


Unser Beitrag

SF6 ist das stärkste Treibhausgas, das es gibt. Es hat ein Treibhauspotenzial von 23.500, was bedeutet, dass 1 kg SF6 23.500 kg CO2 entspricht. Es ist synthetisch, hat also keine natürliche Senke oder Entsorgungsmethode. Zudem ist es äußerst langlebig: Die Lebensdauer von SF6 beträgt 3.200 Jahre. 80% allen SF6 wird von der Energiewirtschaft als Isoliermedium für gasisolierte Schaltanlagen verwendet. Wegen seiner Auswirkungen auf die Umwelt wird die Verwendung zunehmend eingeschränkt und reguliert, beispielsweise durch die EU F-Gas-Verordnung von 2014.
Nuventura zielt darauf ab, die Energieindustrie umzugestalten, um die Notwendigkeit für SF6 zu beseitigen. In diesem Sinne kann die Technologie einen signifikanten Einfluss auf die Umwelt haben: Es können auf diese Weise Emissionen eingespart werden, die vergleichbar zu denen aus 100 Millionen Autos sind.

Neben den umwelttechnischen Vorzügen, verbessert die Anlage auch die Performance gegenüber Schaltanlagen auf SF6-Basis und bringt ökonomische und soziale Vorteile mit sich:
• Derzeit können in SF6-basierten gasisolierten Schaltanlagen wesentliche Performance-Daten nicht während der Laufzeit erfasst werden, da die Anlagen hermetisch verschlossen sein müssen. Da nuventuras Technologie stattdessen Luft verwendet, ist es hier möglich, Sensoren innerhalb des Kernbehälters anzubringen als Schritt in Richtung industry 4.0. Dies ermöglicht prädiktive Wartung und dynamische Anpassung der maximal zulässigen Lasten.
• Nuventuras Technologie ist abgesichert gegenüber kommenden Regulationen. SF6 wird wegen seiner Rolle in der globalen Erwärmung einer Beurteilung durch die regulierenden Organe unterzogen und der Einsatz potentiell in den nächsten Jahren untersagt. Die Technologie von nuventura ist die einzige, die all die Vorzüge einer gasisolierten Schaltanlage bewahrt und gleichzeitig die Stromanbieter immun macht gegen Einflüsse der Regulationen.
• Als sozio-ökonomische Auswirkung unterstützt die Technologie kleinere Anlagen-Hersteller, die derzeit unter der Belastung durch die asiatischen Mitbewerber leiden, indem sie sie zu Technologieführer werden lässt. Dies schafft ein vorteilhaftes Umfeld in der Industrie und begünstigt die Schaffung von Arbeitsplätzen.


Interesse an der Teilnahme an einem Inkubatoren- oder Accelerator-Programm?

Ja

Bilder

Die Gründer: Manjunath Ramesh, Dr. Fabian Lemke und Nikolaus Thomale


Adresse

Nuventura
Wolfener Str. 32-34 Haus K, 4er Etage
12681 Berlin
Berlin


Für die Richtigkeit und Aktualität der aufgeführten Inhalte wird keine Gewähr übernommen. Die Zusammenstellung der Informationen hegt darüber hinaus keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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