AES Autonome Energiesysteme GmbH


Beschreibung

Das weltweite Problem des großen Abfallaufkommens und dessen mangelhafte Handhabung stellt sowohl die Politik als auch die Industrie vor Handlungszwang. Bisher sind die Verwertungsversuche nicht wirtschaftlich und dennoch werden in den kommenden Jahren die Recyclingvorschriften verschärft. AES Autonome Energiesysteme GmbH hat hierfür eine Lösung entwickelt. Der anfallende Bio- & Kunststoffmüll kann direkt vor Ort mittels eines Pyrolyseverfahrens zu Pyrolyseöl verarbeitet werden. Dieses Öl kann zwischengespeichert oder energetisch verwertet werden. Die Zielgruppen sind kleine und mittlere Unternehmen, Einkaufsmärkte, Hotels, Schnellrestaurants, Altenheime, Pflegeheime und Müllannahme-stellen.
Das finanzielle Einsparpotential der Kunden kann in drei Bereiche eingeteilt werden. Erstens: Die Abwärme der Anlage kann genutzt werden, um einen Teil des Wärmebedarfs des Kunden zu decken. Zweitens: Ein Teil der Energie kann bedarfsgerecht verstromt werden, um so den externen Strombezug zu reduzieren. Drittens: Die Entsorgungskosten werden deutlich verringert, da die Mülltonnen auf ein Mindestmaß reduziert werden können. Zusätzlich zu den monetären Vorteilen können die Kunden ihren „ökologischen Fußabdruck“ verbessern und sind unabhängiger und zukunftssicher im Energie- und Abfallsegment ausgelegt.
Den Markteintritt realisieren wir Anfang 2021 durch schon vorhandene Interessenten im Marktsegment Alters- und Pflegeheime. Mit Hilfe dieser Early-Adopter wurde ein Prototyp nach Kundenwunsch realisiert, der als MVP konstruiert wurde. Die Anlage amortisiert sich bei einem exemplarischen Kunden in der Region Aachen nach ca. 6 Jahren.
Im November 2019 wurde die Firma als GmbH gegründet. Der Eintrittsmarkt in Deutschland liegt bei ca. 15.000 Anlagen mit einem geschätzten Absatzwert von 1,935 Mrd. €. Durch die innovative Technik und den schon vorhandenen Interessenten werden wir im Jahr 2023 ca. 8 Mio. €. Umsatz generieren.
Das Kernteam aus der RWTH- Kompetenzschmiede besteht aus den drei Ingenieuren Marco Karber (Prozessauslegung und Management), Jonas Bonus (Finanzen, Marktanalyse), sowie Andres Sheldrick (Prozess- und Anlagenauslegung, Regelungstechnik, Konstruktion). Ulrich Schulte ist erster Investor und berät im Thema Vertrieb. Lennart Jacobsen ist für die strategische Entwicklung verantwortlich. Zusätzlich stehen dem AES-Team erfahrene Berater zur Seite und das Gründerteam steht in engem Kontakt mit dem Institut für Textiltechnik Aachen, mit dem digitalHUB Aachen e.V., dem NOWUM Institut der FH Aachen und mit den interessierten Unternehmen.


Geschäftsmodell: B2B

Mitarbeiter: 3

Status Kapitalsuche: Auf Kapitalsuche

Höhe der gesuchten Finanzierung: 500.000 €


Gegründet: 2019

Unternehmensphase: Start-up Phase (Gründung und Markteinführung)

Gründer

Jonas Bonus, M.Sc. hat an der RWTH Aachen Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Elektrische Energietechnik studiert. Somit bringt er die technische Kompetenz bezüglich der Auslegung und Integration der elektrischen Anlagen in das Team ein. Der betriebswirtschaftliche Schwerpunkt seines Wirtschaftsingenieur-Studiums befähigt ihn zudem, die wirtschaftlichen Aspekte zu berücksichtigen. Marco Karber, M.Sc. hat sein Verfahrenstechnikstudium im März 2019 abgeschlossen. Aus fachlicher Sicht ist er der Experte im Team, wenn es um die Auslegung von verfahrenstechnischen Anlagen, die Durchführung der nötigen Laborversuche und die Anlagensicherheit geht. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht qualifiziert ihn insbesondere die bereits gesammelte Start-Up-Erfahrung im Großgerätereifenhandel. Hier hat er die Herausforderungen einer erfolgreichen Gründung kennengelernt und Erfahrung im Vertrieb sammeln können. Andres Sheldrick, M.Sc. studierte ebenfalls Verfahrenstechnik und schloss sein Studium im Dezember 2018 erfolgreich mit seiner Masterarbeit zur Optimierung von Betriebspunkten verfahrenstechnischer Anlagen ab. Dies macht ihn zu einem Experten für Regelungstechnik im Anlagenbau. Betriebswirtschaftliche Erfahrungen sammelte er parallel zum Studium durch seine mehrjährige Mitarbeit im Familienbetrieb.


Unser Produkt

Das innovative AES Produkt besteht aus einer robusten und anpassbaren Anlage für gewerbliche Kunden, die ihre Entsorgungs-, Strom- & Heizkosten reduzieren möchten. Unsere Verwertungsanlage kann allerlei Bio- & Kunststoffabfälle zu einem Öl zersetzen, das Öl zwischenspeichern oder die Energie des Mülls direkt für die Verstromung und Warmwassergewinnung in einer Wärme-Kraft-Kopplung verwenden. Die Technologie des Produktes besteht aus moderner, mehrstufiger Pyrolysetechnik mit ausgeklügelter Regelungs- und Anlagentechnik. Dazu wird der Abfall zunächst verkleinert und in den Pyrolysereaktor gefördert. Dort werden die Abfälle thermo-chemisch zersetzt. Die nicht pyrolysierbaren Reststoffe werden anschließend abgetrennt. Die kondensierbaren Gase werden separiert und in einem Tank gespeichert. Die restlichen Gase werden zur Wärmeerzeugung und zur Bereitstellung der Prozessenergie genutzt.


Unser Beitrag

Eine weitere Option, neben der energetischen Nutzung, ist das Einsammeln des erzeugten Öls. Durch die AES-Technik kann das aus Kunststoff- und Bioabfällen entstandene Öl in einem Tank gespeichert, anschließend mit Lastwagen eingesammelt und an Ölaufbereitungsfirmen verkauft werden, welche daraus wieder hochwertige Öle, Kraftstoffe, Lösungsmittel oder neue Kunststoffe herstellen. Somit schließt das AES-System den Kunststoffkreislauf und trägt zu einer reellen Lösung des Kunststoffproblems bei. Derzeit lohnt sich durch die hohen Energie- und Strombezugskosten das Einsammeln des Öls für den Kunden noch nicht. Sobald dies durch die Politik gefördert wird, könnten bei 50.000 AES-Anlagen in Betrieb täglich ca. 2.250 Tonnen Öl recycelt werden.


Interesse an der Teilnahme an einem Inkubatoren- oder Accelerator-Programm?

Ja

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Adresse

AES Autonome Energiesysteme GmbH
Jülicher Str. 72a
52070 Aachen
Deutschland


Für die Richtigkeit und Aktualität der aufgeführten Inhalte wird keine Gewähr übernommen. Die Zusammenstellung der Informationen hegt darüber hinaus keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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