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VARM erhält 17,5 Millionen Euro für die Skalierung von Gebäudedämmung

© VARM GmbH

Ein großer Teil des Gebäudebestands in Deutschland muss in den kommenden Jahren energetisch saniert werden. Eine zentrale Maßnahme dafür ist die Dämmung. Doch nicht nur Kosten und Aufwand bremsen die Sanierung – auch fehlende Fachkräfte und begrenzte Kapazitäten im Handwerk erschweren eine schnelle Umsetzung.

Das 2023 in Berlin von Christian Grüner und Sebastian Würz gegründete Start-up VARM setzt an diesem Problem an. Das Unternehmen hat sich auf Einblasdämmung spezialisiert und verbindet die handwerkliche Umsetzung mit digitalen Prozessen und einem wachsenden Netzwerk regionaler Partnerbetriebe.

KI-Plattform unterstützt Handwerksbetriebe

Über das Partnerprogramm können bestehende Handwerksunternehmen Dämmarbeiten in ihr Angebot aufnehmen. VARM schult die Teams und stellt ihnen standardisierte Prozesse sowie eine eigene KI-gestützte Plattform zur Verfügung. Diese unterstützt unter anderem bei der Erfassung von Maßen, der Berechnung benötigter Materialmengen und der Qualitätssicherung.

Damit sollen Dämmprojekte schneller und mit weniger organisatorischem Aufwand umgesetzt werden können. Nach Angaben von VARM lässt sich ein Einfamilienhaus innerhalb eines Tages dämmen. Das Unternehmen ist inzwischen an sieben Standorten in Deutschland aktiv und hat nach eigenen Angaben bereits mehrere Tausend Projekte umgesetzt.

17,5 Millionen Euro für weiteres Wachstum

Für die weitere Skalierung hat VARM im Juni 2026 eine Series-A-Finanzierungsrunde über 17,5 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom ABN AMRO Sustainable Impact Fund, der GET Fund ist Co-Lead. Neu beteiligt sich außerdem Aurum Impact. Auch bestehende Investoren sind erneut dabei.

Ein großer Teil des Kapitals soll in den Ausbau des Partnerprogramms fließen. Weitere Mittel sind für die Weiterentwicklung der Plattform und die Expansion in Europa vorgesehen.

VARM verfolgt dabei ein langfristiges Ziel: Bis 2035 will das Unternehmen eine Million Gebäude in Europa dämmen. Damit möchte das Start-up nicht nur einzelne Sanierungsprojekte umsetzen, sondern Strukturen schaffen, mit denen sich energetische Gebäudesanierung in deutlich größerem Umfang realisieren lässt.

Weitere Informationen: VARM

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