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Mittelstand sucht Start-ups für die Energiewende
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Für die Energiewende müssen mittelständische Unternehmen zahlreiche technische, organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen. Start-ups können dabei neue Technologien und Geschäftsmodelle einbringen. Doch wo besteht konkreter Bedarf – und unter welchen Bedingungen funktioniert die Zusammenarbeit?
Diesen Fragen geht eine neue Studie des Borderstep Instituts im Auftrag des SET Hub der Deutschen Energie-Agentur (dena) nach. Untersucht wurden Stadtwerke, Messstellenbetreiber, Unternehmen des produzierenden Gewerbes und Rechenzentren.
Wo der Mittelstand nach Lösungen sucht
Die Innovationsbedarfe unterscheiden sich je nach Branche. Bei Stadtwerken geht es unter anderem um digitale Abrechnungsprozesse, Flexibilität und dezentrale Versorgungsmodelle. Messstellenbetreiber beschäftigen Fragen rund um IT-Systeme und Interoperabilität, Netzwerke und Kommunikation sowie Multisparten-Metering.
Im produzierenden Gewerbe stehen unter anderem die Elektrifizierung von Produktionsprozessen, Reporting und Compliance sowie digitale Infrastruktur im Fokus. Bei Rechenzentren bieten Energiemanagement, Abwärmenutzung und Effizienzmaßnahmen Ansatzpunkte für innovative Lösungen. Branchenübergreifend spielen außerdem Wirtschaftlichkeit und die Integration neuer Lösungen in bestehende Systeme eine wichtige Rolle.
71 Prozent bewerten Kooperationen als erfolgreich
Die Ergebnisse sprechen grundsätzlich für die Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups: 71 Prozent der Unternehmen, die bereits Kooperationserfahrung haben, schätzen diese insgesamt als erfolgreich ein. Besonders häufig arbeiten Mittelstand und Start-ups in Forschung und Entwicklung sowie bei Pilotprojekten zusammen.
Allerdings gibt es auch Hürden. Komplexe Organisationsstrukturen und lange Entscheidungswege auf Unternehmensseite können Kooperationen erschweren. Förderlich sind dagegen frühzeitig geklärte Ziele und Rahmenbedingungen, entscheidungsfähige Ansprechpersonen, Unterstützung durch das Management und ein konkreter wirtschaftlicher Nutzen.
Konkrete Herausforderungen aus Unternehmen untersucht
Für die Studie kombinierte das Borderstep Institut verschiedene Methoden: Neben einer Literaturrecherche wurden ein Online-Workshop, Interviews mit Expertinnen und Experten sowie eine Online-Befragung durchgeführt. Zusätzlich wurden mit einer „Challenge Identification“ konkrete Herausforderungen aus Unternehmen erhoben. Insgesamt gingen zwölf solcher Challenges ein, davon acht von Stadtwerken, drei aus dem produzierenden Gewerbe und eine von einem Messstellenbetreiber.
Die Ergebnisse geben Start-ups damit konkrete Hinweise darauf, in welchen Bereichen mittelständische Unternehmen externe Innovationsimpulse benötigen und worauf es bei einer Zusammenarbeit ankommt.
Weitere Informationen und Studie:
Mittelstand & Start-ups im Tandem für die Energiewende
