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Nachhaltige Kreislaufwirtschaft: Better Sol gibt ausgemusterten Solarmodulen ein zweites Leben

© Better Sol GmbH / Geschäftsführerin Luisa Schulze

Rund 64 Prozent des deutschen Stroms stammen heute aus erneuerbaren Energien – ein Meilenstein für die Energiewende. Doch mit dem Erfolg wächst auch die Frage: Was passiert mit den Solarmodulen, die ausrangiert werden? Das Braunschweiger Startup Better Sol hat darauf eine Antwort: Es entwickelt ein Verfahren, um gebrauchte Photovoltaik-Module zu prüfen und wieder in den Kreislauf zurückzuführen.

Rund die Hälfte der ausrangierten Module ist noch voll funktionsfähig
Photovoltaik deckt mittlerweile 24 Prozent des deutschen Strombedarfs. Doch viele Module, die aus Solarparks aussortiert werden, könnten noch jahrelang sauberen Strom liefern. Laut dem Braunschweiger Unternehmen ist jedes zweite ausgemusterte Modul technisch noch so gut, dass es weitergenutzt werden kann. Unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 125.000 Euro – ein Beleg für die Bedeutung innovativer Ansätze in der Kreislaufwirtschaft.

KI-gestützte Qualitätssicherung für Transparenz und Vertrauen
Um die Leistung gebrauchter Solarmodule zuverlässig zu bewerten, setzt Better Sol auf ein automatisiertes Testsystem mit KI-Unterstützung. Dabei werden die Module mehrstufig geprüft: optisch auf Beschädigungen, jede einzelne Solarzelle und die tatsächliche Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Neuzustand. Am Ende steht ein detailliertes Zertifikat mit Leistungsklasse und Prüfprotokoll, das Kunden Klarheit über den Zustand des Moduls gibt.

Von Privathäusern bis zu Industrieanlagen: Gebrauchte Module als wirtschaftliche Alternative
Während private Betreiber ihre Solarmodule meist lange nutzen, tauschen Solarparks oft frühzeitig aus – oft aus Modernisierungsgründen. Better Sol bietet genau hier eine Lösung: Hochwertige, geprüfte Module eignen sich ideal für Privathaushalte, Gewerbegebäude oder Fabrikdächer. Der Vertrieb erfolgt direkt über die Website des Startups.

Nächster Schritt: Mobile Teststation und Skalierung
Um die Prüfung noch effizienter zu machen, plant Better Sol eine mobile Testanlage. So können Module direkt dort geprüft werden, wo sie ausrangiert werden. Parallel soll das System weiter automatisiert werden, um auch große Mengen aus Solarparks zu bewältigen.

Eine Win-Win-Situation für Klima und Wirtschaft
Better Sol zeigt: Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Rentabilität lassen sich vereinen. Durch die Weiternutzung von Solarmodulen sparen Betreiber Ressourcen und Kosten – und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Weitere Infos unter: https://better-sol.com/

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