PIETSCH&PARTNER / GREEN LIGHTWEIGHT SOLUTIONS


Beschreibung

Das Startup P&P ist unter dem Arbeitstitel Green Lightweight Solutions spezialisiert auf Hüllensysteme und raumteilende multifunktionale geformte Leichtbauprodukte, die ihre Anwendung im Anlagenbau, der Architektur, Fahrzeugbau, Bootsbau, Luft- und Raumfahrt, Möbel/Innenausbau/Messebau finden.

Durch Ressourcen schonende ökologische Binde- und Fügetechniken sowie der Strukturierung von Biowerkstoffen werden Leichtbauprodukte mit einem Leistungspotenzial gefertigt, mit dem sich herkömmliche Produkte nicht messen können.

Unser Unternehmen ergänzt den bisherigen Leichtbau um die biomorphe Formgebung und die Integration bionischer Funktionen. Dieser Ansatz führt hin zu einer neuen ganzheitlichen konstruktiven Herangehensweise der „Evolutionären Baubionik“ und im Ergebnis zu völlig neuen Leichtbauprodukten.

Im Sinne des „Cradle to Cradle“ Prinzips und des ökologischen und nachhaltigen Bauens verfolgt das Unternehmen das Ziel, das Bauen mit einem minimalen Aufwand an Material, Arbeitsaufwand und Energie umzusetzen.
In den Forschungsprojekten von P&P werden unter dem Arbeitstitel "Green Lightweight" Solutions neue Methoden erprobt, mit denen die Fähigkeit der Natur nachgeahmt wird, Biowerkstoffe in zu nahezu perfekten mikro- und makroskopischen Anordnungen nach bionischen Prinzipien zu arrangieren.

Dabei geht es im Wesentlichen darum, wie Biomaterialien zu individuell in Form und Funktion angepassten Produkte zusammengefügt werden können, die sich ohne weiteres Zutun wieder in den natürlichen Stoffkreislauf einfügen. Ergebnisse zeigen, dass Biomaterialien nicht nur eine ernst zu nehmende Alternative geworden sind, sondern mittlerweile auch zu den technologischen Spitzenreitern gehören und dass ökologische und soziale Aspekte nicht im Widerspruch zu ökonomischen und wirtschaftlichen Aspekten stehen.

Mit diesen innovativen Zielsetzungen und Materialforschungen übernimmt das Unternehmen P&P Verantwortung für einen schonenden Umgang mit Ressourcen.

Mit der Rauten-Falt-Struktur (RFS) die gleichermaßen Sandwichkern/Strukturbauteil und Schalungselement ist, sowie der darauf basierenden RFS-Technologie können die Produkte besonders Individuellen Anforderungsprofilen angepasst werden. Mit Eigenschaften wie Formbarkeit, dem vielfältigen Potenzial für die Integration von Funktionen und mit ihrer auxetischen Mechanik ist sie neben Standardmaterialien besonders für ökologische Hightech-Materialien der Zukunft entwickelt worden.

Die verwendete Materialvielfalt reicht von natürlichen Bindemitteln auf Basis von Casein, Lignin, Protein, pflanzlichen Ölen und Naturfaserwerkstoffen über Aeromaterialien, Biopolymeren, Bio-Carbon, Bio-Rock bis zu Algen, Bakterien und Pilz geborenen Materialien. Bei deren Herstellung werden nicht nur natürliche Bindemittel, sondern auch Bindemittelfreie Fügetechniken wie die hydrodynamische Strukturierung (Dispersion, Fokussierung) oder geleitete Wachstumsprozesse zum Einsatz kommen.

Im Bereich der Funktionsintegration können durch mehrlagige Funktionsschichten Aufgaben bewältigt werden, die mit bisherigen Leichtbautechniken nicht umsetzbar sind. Der Funktionsumfang reicht von der Dämmung von thermischen, akustischen und mechanischen Einflüssen bis hin zur Leitung, Speicherung und Erzeugung von Energie bis hin zur Sensorik


Geschäftsmodell: B2B

Mitarbeiter: -3

Status Kapitalsuche: Auf Kapitalsuche

Höhe der gesuchten Finanzierung: 750.000 €


Gegründet: 2019

Unternehmensphase: Seed-Phase (Idee bzw. Vorgründung)

Gründer

Karsten Pietsch ,


Unser Produkt

EIN PATENTIERTER SYSTEMWERKSTOFF MIT DREIDIMENSIONALEN AUXETISCHEN EIGENSCHAFTEN UND DAS KNOWHOW DER TECHNISCHEN UMSETZUNG

SO SIMPEL WIE REVOLUTIONÄR.
Aus einem flächigen Halbzeug wird eine freiformbare Leichtbaustruktur mit dreidimensionalen auxetischen Eigenschaften erzeugt, welche ein Kanalnetz und Wabenkammern aufweist.

Mit ihrer speziellen Struktur lassen sich einzelne Lagen schnell und einfach ineinander verhaken und so mechanisch funktionsübergreifend zu großen Flächen aneinanderfügen.

Es wird ein patentierter Systemwerkstoff verwendet, der als NFK-Material (Biocomposite) zusammen mit biologisch abbaubare Bindemitteln (Biopolymeren) wasserfest und vollständig recyclingfähig ist.

Die Faltstruktur ermöglicht eine besonders materialsparende Ausführung von geformten Sandwichelementen, deren durchgängiges Kanalnetz als Heizung/Kühlung, Belüftung, Entwässerung und anderer Sonderfunktionen dienen kann. Die Faltung selbst erlaubt dabei eine formschlüssige und funktionsübergreifende Verbindung mehrerer Composite-Elemente sowie die individuelle Gestaltung von Ecklösungen. Die Innovation umfasst sowohl die Struktur als Produkt sowie das Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren.

https://www.raumprobe.de/materialpreis/materialblog/2016/08/funktionale-falten/

Unabhängig vom verwendeten Material bewirkt die auxetische Mechanik der Struktur ein vorteilhaftes Verhalten bei Strukturbauteil- und Sandwichanwendungen. Bei Schalungsanwendungen werden die Eigenschaften teilweise auf das entstehende Produkt übertragen.

Die mechanischen Strukturparameter wie z.B. Steifigkeit, thermisches und Schwingungsverhalten, Energieabsorptionsfähigkeit oder Zähigkeit werden durch das auxetische Verhalten überdurchschnittlich positiv beeinflusst. Damit wird unter anderem ein positives Kontaktflächenverhalten zwischen Leichtbaukern und Deckfläche erzeugt. Mit einer sicheren Verbindung zwischen Deckfläche und Sandwichkern wird nicht nur der bislang bestehende Schwachpunkt in Sandwichanwendungen wesentlich verbessert. Je nach Kombination der Materialien lassen sich darüber hinaus ganz spezifische Leistungsparameter bestimmen oder preiswertere und ökologischere Bindemittel verwenden.

SONDERFUNKTIONEN
Ein anderer Aspekt des innovativen Verfahrens besteht darin, das flächige Material in einem ersten Schritt mit bestehenden Techniken zu bedrucken bzw. zu beschichten und im Anschluss in die Struktur zu bringen.

Die optimierte RFS G2-Struktur bietet aus ihrer Struktureigenschaft zusammen mit elektrisch leitenden Beschichtungen oder/und bedruckten elektrischen Leiterbahnen die Möglichkeit der Integration von Daten-, Strom-, Energie-und Wärmeleitung über die Speicherung bis hin zur Sensorik innerhalb eines Bauteils.

ELEKTRISCH LEITENDE BESCHICHTUNG UND KANALSYSTEM
Beispielsweise wird aus zwei mit Kupferfolie beschichteten RFS G2-Strukturen und einer Membran eine Redox-Flusszelle.

AUXETIC, LEITERBAHNEN UND SENSORELEKTRONIK
Ein mit Leiterbahnen und sensorisch aktiven Materialen beschichteter RFS G2-Leichtbaukern erfasst die innerhalb eines Sandwichverbundes auftretenden Kräfte und integriert im Bauteil eine Kontaktflächensensorik.


SECHS INNOVATIVE ANSÄTZE IN EINER STRUKTUR.

1. Auxetic:
RFS-Kerne können im Verbund besser als bisherige Materialien Energie und Kräfte aufnehmen. Sie sind besonders schlag- und bruchfest. Darüber hinaus haben sie eine höhere Reißfestigkeit.

2. Funktionalität:
Mit keiner anderen Leichtbaustruktur lassen sich so einfach Sonderfunktionen in das Bauteil integrieren

3. Formgebung:
Keine andere Leichtbaustruktur lässt sich so frei formen und bietet ein solches Potenzial an Gestaltungsmöglichkeiten

4. Herstellung:
Kaum eine andere Leichtbaustruktur lässt sich so kostengünstig und umweltschonend herstellen.

5. Verarbeitung:
Keine andere Leichtbaustruktur lässt sich ohne Bindemittel so mechanisch und funktionsübergreifend miteinander verbinden und das kinderleicht wie Lego.

6. Numerische Erfassung:
Die klare Struktur macht analytisch-numerische Bemessungsverfahren für geformte Leichtbaukomponenten möglich
ANWENDUNGSBEISPIELE

 Sonnenenergie kann direkt in dem Sandwichverbund in zwei transportablen Elektrolyten gespeichert werden. (Redox-Flusszelle)

 In Flugzeugrümpfen können die auftretenden Kräfte sensorisch erfasst werden. Bei Erreichen der Belastungsgrenzen kann der Bordcomputer den Piloten warnen. Mit der Kontaktflächensensorik sind auch Beschädigungen erfassbar und können lokalisiert werden.

 Wände und Fußböden können direkt beheizt oder gekühlt werden.

 Ein Osmose-Kraftwerk in Häuserwänden ermöglicht die Versorgung mit Strom für Handy, LED-Lampen usw. und damit die Verbesserung des Lebensstandards z.B. in dezentralen Küstenregionen.

 Ein in Häuserwänden mit Aktivkohle oder Aerographen verfülltes Kanalnetz kann zur Trinkwasseraufbereitung genutzt werden.

EINE STRUKTUR = DREI PRODUKTE
Bei der Struktur handelt es sich um eine Innovation, die gleichermaßen Sandwichkern/Strukturbauteil und Schalungselement ist, die in verschiedenen Materialkombinationen hergestellt und verarbeitet werden kann. Mit ihr können alle Leichtbau-Kategorien von Ultraleichtbau über Leichtbau bis zum Massivleichtbau bedient werden. Neben den Anwendungen der Struktur als Sandwichkern oder Strukturbauteil ist die die Anwendung im Bereich Massivleichtbau als Schalungselement für auxetische Gittertragwerke als Schalungstechnologie noch zu erwähnen.

Die RFS-Schalungstechnologie ist ein auf der Rauten-Falt-Struktur (RFS) basierendes Herstellungsverfahren für geformte auxetische Gittertragwerke.
Mit der RFS-Schalungstechnologie wird ein nachhaltiges Bausystem in Form einer Systemschalung vorgestellt, mit der erstmals geformte Faserverstärkte auxetische Gittertragwerke hergestellt werden können, indem das Kanalnetz einer RFS-Faltstruktur mit einem Gewebenetz ausgelegt und anschließend verfüllt wird.

Die Schalung eignet sich neben Standard Vergussmaterialien wie Keramik, Beton, Kunststoffen, usw. besonders für geleitete Wachstumsprozesse wie zum Beispiel für pilzgeborene Materialien oder Hightech-Materialien wie Aerographen.

Die Auswahl an Materialien für Gewebenetze reicht von Naturfaser (aus Hanf, Baumwolle, Leinen usw.) über Standard-Verstärkungsfasern (aus Carbon, Glas, Basalt, Aramid, usw.) bis zu Hightechfasern wie Aerographenfaser(AGF) oder Cellulose-Nanofasern (CNF), die durch hydrodynamische Fokussierung zu einem ultrastarken Bio-Materialnetz verwoben werden können. Das Prinzip der RFS-Schalungstechnologie eignet sich sowohl für Lowtech wie auch für Hightech Anwendungen.

Die Innovation der Technologie liegt darin, dass sich damit erstmals geformte faserverstärkte auxetische Gittertragwerke herstellen lassen.

Anwendungen finden sich einlagig in klassischen Composite Anwendungen (GFK, CFK, NFK, usw.) bei dem die RFS-Schalung mit Verstärkungsnetz abschließend nach der normalen Laminierung als strukturgebende Matrize in die Laminier-Form(negativ/positiv) gebracht und verfüllt wird.

Zweilagig kann die RFS-Schalung ohne eine zusätzliche Form moduliert und anschließend verfüllt werden. So lassen sich geformte auxetische Gittertragwerke ohne kostenintensive Formen herstellen und individuell anpassen. Die RFS-Schalung ist eine Kletterschalung die sich formschlüssig mit dem hergestellten Bauteil verbinden lässt. Mit der zweilagigen Schalung eröffnen sich dadurch völlig neue Anwendungsmöglichkeiten, die mit bisherigen Technologien nicht möglich sind.

Um ihnen einen Einblick zu geben was bei P&P unter dem Arbeitstitel GREEN LIGHTWEIGHT SOLUTIONS im Bereich der Schalungstechnologie unter Materialinnovation der evolutionären Baubionik verstanden wird
Stellen wir ihnen noch das Projekt „Let it Grow“
unter dem Motto „Warum bauen, was wachsen kann“ vor.

Die Idee der evolutionären Baubionik besteht darin, sich auch bei der konstruktiven Gestaltung von natürlichen Konstruktionsprozessen inspirieren zu lassen, indem zum Beispiel auch Wachstumsprozesse als Bautechniken einbezogen werden.

„Let it Grow“ - Geleitetes Pilzwachstum

Die Anwendung ist einfach. Die Systemschalungselemente werden mit einem aus Biomasse, Pilzsporen und Wasser bestehenden Substrat verfüllt und in die gewünschte Form gebracht. Nach der abgeschlossenen Wachstumsphase wird die Schalung einfach entfernt und das Bauteil thermisch nachbehandelt.

Dabei können sowohl die Wabenkammern als auch das Kanalnetz für pilzgeborene Materialien genutzt werden. Die Palette der Eigenschaften von pilzgeborenen Materialien reicht von sehr dichten bis zu Materialien mit sehr geringer Dichte. Je nachdem, welche Biomasse und was für ein Pilz genutzt werden, können diese sehr flexibel oder sehr steif sein. Die Materialeigenschaften reichen von Schaumstoff, Leder bis zu Holz oder Beton ähnlichen Eigenschaften.

Myzel, das zumeist unter der Erde liegende Geflecht aus Pilzhyphen, hat erstaunliche Eigenschaften, die sich zur Herstellung nachhaltiger und energieneutraler Baustoffe nutzen lassen. Das Material ist stets ein Composite aus den Hyphen des Pilzes und einem Substrat (z.B. Hanffasern, Stroh, Kaffeesatz, Holzspäne, landwirtschaftliche Reststoffe), das dem Myzel als Nahrung dient und welches es im Zuge seines Wachstumes komplett durchsetzt. Hierbei fungiert das Myzel als Bindemittel des Substrats.

Durch sein schnelles und nahezu uneingeschränktes Wachstum (Myzel Geflechte können sich über eine Fläche von einem Quadratkilometer erstrecken ) sowie die guten Dämmeigenschaften, ist Pilzmyzel in den vergangenen Jahren in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Die Festigkeit wird durch die als Substrat verwendeten Materialien sowie der Art des Pilzmyzel bestimmt. Zusätzlich können die späteren Eigenschaften durch Zusatzstoffe in der Nachbehandlung beeinflusst werden.

Mit diesem Projekt wollen wir dem Begriff Leichtbau eine neue zusätzliche Bedeutung geben, in dem wir zeigen das Leichtbau auch einfach sein kann.

„Warum bauen, was wachsen kann“

Unternehmen, die sich für diese Technologien interessieren, können sich als Netzwerkpartner in unserem KMU Netzwerk (i.G) beteiligen.

Das Netzwerk:
Bio-Composites 4.0 LEICHTBAU & EMBEDEDDED INTELLIGENCE

Einfach Leicht war gestern. Durch die Funktionsintegration ergeben sich neue Ansätze der Gewichtseinsparung, dass durch Ressourceneffizienz sowie hybride Bio-Werkstoffe und smarte Produktionstechnologien in der Fertigung erreicht wird.

Dadurch verändern sich die Verfahrensschritte in der Herstellung. Dazu ist es nötig, dass Technologien in der Fertigung von multifunktionalen Leichtbauprodukten durch Produktionsverfahren ergänzt werden, die bisher in diesem Bereich nicht zur Anwendung gekommen sind.

Bereiche von Dünnschicht-, Druck- und Beschichtungstechnologien bis zur Bio-Nanotechnologie hatten bisher wenig mit der Fertigung von Leichtbaustrukturen zu tun. Durch die Vernetzung dieser Bereiche ergeben sich für alle Seiten neue Möglichkeiten der Anwendung.

Durch das Netzwerk „Bio-Composites 4.0 LEICHTBAU & EMBEDEDDED INTELLIGENCE“ werden Industriebereiche mit ihren Kompetenzen zusammengeführt und mit den neuen Aufgaben- und Anforderungsbereichen vertraut gemacht, um diese in gemeinsamen F&E Projekten zur Anwendung zu bringen.


Unser Beitrag

Mit der Entwicklung unserer energie- und ressourceneffizienteren Leichtbaumaterialien und den energieeffizienten Herstellungsverfahren sowie der Forschung zur Speicherung von regenerativen Energien leisten wir einen nennenswerten Beitrag zu den wichtigsten Zukunftsthemen: Schutz des Klimas und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen.

Schwerpunkte bei der Entwicklung unserer energie- und ressourceneffizienteren Leichtbaumaterialien liegen bei energieeffizienteren Herstellungsverfahrens sowie deren Recycling, Wiederverwertung und Reparatur auf dem Gebiet der Bauindustrie, Möbel- und Innenausbau, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt und der Energiewirtschaft.

RFS-Biocomposite-Systemwerkstoffe, bestehend aus 100% nachwachsenden Rohstoffen, sind vollständig kompostierbar, erfüllen damit den „Cradle to Cradle“ Standard (C2C, Von der Wiege bis zur Wiege) und tragen damit nachhaltig zur Vermeidung umweltschädigender Treibhausgase bei.

Das Leitbild des Unternehmens findet Berücksichtigung in allen Bereichen des gesamten Unternehmens.

Das Leitbild:
In der Natur ist der Energie- und Materialeinsatz minimal; die Produkte der Natur passen sich optimal den jeweiligen Erfordernissen an. Es gibt kaum Abfall. Dabei erfüllen sie gleichzeitig mehrere Funktionen und verändern sich mit ihren Aufgaben. Die Natur arbeitet mit dünnen Schichten, faltet und verändert Formen.

Die Unternehmensprinzipien:
P&P ist ein Entwicklungsunternehmen, das Produkte und Herstellungsverfahren nach bionischen Prinzipien der Natur entwickelt. Damit stellen wir uns der Verpflichtung, nur so viel Material einzusetzen wie benötigt wird, um Funktionen sehr gut zu erfüllen und darauf zu achten, Abfall zu vermeiden. In punkto „Ökoeffektivität“ und „Ökobilanz“ ist die Natur unser Vorbild. Entwicklungen und Produkte erfüllen den „Cradle to Cradle“ Standard (C2C, Von der Wiege bis zur Wiege).

Der soziale Beitrag:
P&P konzentriert unter dem Arbeitstitelsich nicht nur auf die technische Entwicklung, Produktion und Verarbeitung von umweltfreundlichen Produkten. Als Teil des Internationalen Netzwerkes „Bildung ohne Grenzen“ leisten wir auch einen sozialen Beitrag zur Chancengleichheit in bildungsbenachteiligten Regionen, in dem durch einen bilateralen Fachkräfteaustausch und das Arbeiten an realen Projekten für einen aktiven Wissenstransfer gesorgt wird und sorgen gleichzeitig für eine ständige Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitskompetenz in allen Unternehmensbereichen.

Mit dem Leitbild, dass jeder Mitarbeiter innerhalb von fünf Jahren jede Position in der Herstellungs- und Vertriebskette erreichen kann, setzen wir neue Standards im Bereich Chancengleichheit.

Der soziale Innovationsvorsprung liegt darin, dass wir auf ein seit über 30 Jahren bestehendes Entwicklungsnetzwerk und deren ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen können, in dem jeder Akteur egal welchen Alters, Geschlechts, Abstammung, welcher Religion, Bildungs- und Gesellschaftsschicht er angehört, seinen Platz findet. Die Einflüsse und Erkenntnisse aus dem Netzwerk werden in der Produktentwicklung berücksichtigt. Die Produkte und Entwicklungen von P&P sind letztendlich Ergebnisse, die zur praktischen Umsetzung führen.

Mit der Entwicklung von Produkten zur Umsetzung der „Evolutionären Bionischen Architektur“ und der Netzwerkarbeit verfolgt das Unternehmen einen ganzzeitlichen Ansatz der Umsetzung der fünf wichtigsten Punkte (Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft) der Agenda 2030.
Als Teil des Netzwerks „Bildung ohne Grenzen“, einer nichtstaatlichen Organisation (NGO) setzen wir die Aktionsprogramme der UNCED seit der Agenda 21 in Rio de Janeiro (1992) um. Gerade mit der Entwicklung multifunktionaler Leichtbauprodukte und dem Konzept von mobilen Produktionsanlagen werden die Sustainable Development Goals (SDGs) verfolgt.

Mit einem Franchising Geschäftsmodell und mobilen Produktionsanlagen planen wir zudem unsere Technologie weltweit einzusetzen. Mit gut ausgebildeten lokalen Fachkräften und lokal gewonnen Rohstoffen können Low-Tech und High-Tech Produkte an die örtlichen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst werden. Wir entwickeln Produkte, die den Lebensstandard verbessern und einen Beitrag zur humanitären Hilfe leisten.

Wir bieten damit einen wichtigen Lösungsansatz für die Krisenbewältigung vor Ort u.a. zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Damit wird nicht nur eine schnelle risikofreie Ein- und Austrittsstrategie für Investitionen in Entwicklungsländer verfolgt. Sie erlaubt auch eine temporäre Nutzung für zeitlich begrenzte Projekte, bis der Bedarf gedeckt ist. Mit dieser Vision wollen wir einen aktiven Beitrag zur Chancengleichheit in bildungsbenachteiligten Regionen leisten und sorgen gleichzeitig für eine ständige Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitskompetenz.

Darüber hinaus kann die Vision der „Evolutionären Bionischen Architektur“ dort vermittelt werden, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Die „Evolutionäre Bionische Architektur“ verfolgt in ihrer Vision den Ansatz, wie Architektur in Zukunft aussehen kann, wenn das Bauwerk selber als eine Art Lebewesen angesehen wird, das nach bionischen Funktionsprinzipien das umgebende Habitat zur eigenen Versorgung nutzt und dem Leitsatz folgt: Mit der Natur zu bauen und nicht gegen sie. Also mehr Lebensraum für den Mensch zu schaffen, ohne dabei der Natur als Vorbild den Lebensraum zu nehmen.
Damit wird das Ziel verfolgt einen autarken Lebensraum zu schaffen, der ohne fremde und überregionale Ressourcen auskommt.

Das Bauschaffen steht weltweit für ca. 60 % des Ressourcenverbrauchs, ca. 50 % des Massenmüllaufkommens sowie für jeweils ca. 35 % des Energieverbrauchs und der Emissionen. Die Einsparung von endlichen Ressourcen, die Vermeidung von Müll sowie die Drosselung des Energiebedarfs müssen somit bei allen Überlegungen zur Organisation und Gestaltung unserer Umwelt bereits heute dominierende Faktoren sein.

Die bisherigen Ansätze ökologischen Bauens zielen auf die Reduktion des Energieverbrauchs ab, der zum Betrieb eines Gebäudes benötigt wird. Dabei wird beispielsweise für das Dämmen ein vermehrter Einsatz von Baustoffen (und somit die verstärkte Ausbeutung endlicher Ressourcen) in Kauf genommen. Diese Herangehensweise kollidiert jedoch mit der aufgrund der Bevölkerungsexplosion und der Erderwärmung zu stellenden Forderung nach einer dramatischen Reduktion des Material- und Energieverbrauchs einerseits sowie der Vermeidung von Abfall und Emissionen andererseits.

Die Herausforderung liegt also darin, wie angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und schrumpfender Ressourcen künftig mehr Wohnraum mit weniger Material geschaffen werden kann, ohne dass der für die Biodiversität benötigte, verbliebene Lebensraum weiter zerstört wird.

Bei der RFS-Systemdämmung werden nur 10% bis 30% der Rohstoffe, 5% des Arbeitsaufwandes und damit auch nur ein Bruchteil an Energie im Vergleich zu herkömmlichen Zellulose-Einblasdämmungen benötigt. Sie ist damit sogar Preis günstiger als ein Polystyrol-(EPS)-System. Ein Beispiel das zeigt, wie wir mit unseren Leichtbauprodukten der oben genannten Herausforderung begegnen.

Im Fokus stehen dabei besonders die Menschen der Schwellen- und Entwicklungsländer. Es ist wichtiger denn je, Techniken zur Verfügung zu stellen, die wirkliche Hilfe leisten. Es reicht nicht, nur Produkte und Energie aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen, es muss auch sichergestellt werden, dass die Anbauflächen und Ressourcen vor Ort ausreichend alle Menschen versorgen und das mit Nahrung, Bildung und Lebensqualität.

Die führenden Industrieländer mit ihrem Konsumverhalten und dem Festhalten an der Wachstumsideologie sind seit langem Hauptverantwortliche dieser Entwicklungen. Statistisch gesehen wird der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) für das Jahr 2018 schon am 8.8.2018 erreicht und damit sind die jährlichen Ressourcen für das Jahr 2018 bereits ausgeschöpft. In Deutschland haben wir unseren Anteil an den natürlichen Ressourcen bereits am 1. Mai 2018 verbraucht.

Zerstörung durch Kriege und der Raubbau an der Natur können wir uns nicht mehr leisten. Um den Lebensstandard und die Lebensqualität trotzdem langfristig halten zu können, müssen wir in allen Lebensbereichen umdenken und handeln.

Als ein Land, das von den Ressourcen anderer Länder abhängig ist, sollten wir auch dafür sorgen, dass diese morgen noch existieren oder dafür sorgen, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Dazu müssten wir aber den momentanen Verbrauch um ca. 2/3 reduzieren.

Mit der RFS-Technologie verfolgt P&P einen ganzheitlichen Ansatz zur Lösung. RFS- Systemwerkstoffe bieten einen wichtigen Beitrag zur Erlangung des Gleichgewichtes und einer gerechteren Verteilung der Ressourcen. Das Produzieren von Produkten mit lokalen Rohstoffen am Einsatzort spart nicht nur Zeit, Transportkosten und schont die Umwelt. Es wird auch die Regionalökonomie gefördert. Die Produkte können von lokalen Fachkräften an die örtlichen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst werden. So werden Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven geschaffen.


Interesse an der Teilnahme an einem Inkubatoren- oder Accelerator-Programm?

Ja

Bilder

RFS-Formbauteil (Biocomposite)

das Startup Team

RFS-Profilstruktur

RFS-Freiform aus 8 mechanisch miteinander verbundenen Einzelflächen


Adresse

PIETSCH&PARTNER / GREEN LIGHTWEIGHT SOLUTIONS
Bohrstr. 13
23966 Wismar
Deutschland


Für die Richtigkeit und Aktualität der aufgeführten Inhalte wird keine Gewähr übernommen. Die Zusammenstellung der Informationen hegt darüber hinaus keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Die Inhalte des Bereichs Tools wurde unter Zusammenarbeit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (apl. Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit und An-Institut Sirius Minds) und dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit erstellt.

StartGreen ist das Online-Informations- und Vernetzungsportal für die grüne Gründerszene in Deutschland. Hier informiert und vernetzt sich die grüne Gründerszene (grüne Gründer, grüne Start-ups, grüne Investoren und Kapitalgeber, nachhaltig orientierte Gründerzentren u.v.m.) um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen.