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Unternehmen bereit mehr für Ökostrom zu zahlen

© Zoltan Tasi - unsplash

Redaktion

Angesichts des Anstiegs der Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2016 fordert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) ein neues Fördersystem. Einer Umfrage des Wirtschaftsverbandes zufolge würde über ein Drittel der deutschen Unternehmen höhere Preise für zertifizierten Ökostrom in Kauf nehmen. Neun Prozent würden einen Preisaufschlag von bis zu fünf Prozent hinnehmen, drei Prozent von bis zu zehn Prozent und vier Prozent sogar noch höhere Aufschläge.

Bisher können Unternehmen den Bezug von Ökostrom nicht Vermarkten, da es keine Zertifizierung für Ökostrom gibt. Laut DIDK-Chef Achim Dercks wird der Ökostrom somit auf dem Strommarkt „verramscht“, sein Wirtschaftspotential nicht komplett ausgeschöpft. Deshalb fordert Dercks einen zweiten Weg der Grünstromvermarktung bei denen die Anlagen keine EEG-Förderung, sondern Grünstromzertifikate erhalten. Diese würden laut Dercks auf starke Nachfrage treffen.

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1 Kommentar

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  • Next Kraftwerke am 02. Dezember 2015 11:55 Uhr

    Es ist richtig: Aufgrund des ausgelaufenen „Grünstromprivilegs“ erlaubt das EEG zurzeit keine Zertifizierung von Ökostrom für Unternehmen. Derzeit können wir unseren Kunden nur Grünstrom aus österreichischen Wasserkraftwerken anbieten – da können wir den Strom dann auch realen Anlagen zuordnen. Dafür haben wir sowohl einen regulären Stromtarif (https://www.next-kraftwerke.de/stromverbraucher/stromtarif-vollversorgung) als auch den variablen Stromtarif „Best of 96“ (https://www.next-kraftwerke.de/stromverbraucher/variabler-stromtarif). Mit hoher Wahrscheinlichkeit enthält das kommende EEG 2016 jedoch ein neues Grünstromvermarktungsmodell. Ab dann können wir das gleiche auch mit deutschen Anlagen umsetzen. Viele Grüße Björn Karlsson Next Kraftwerke

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