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Der Preisträger sonnen im Interview

Redaktion


sonnen: Intelligente Stromspeicher für Selbstnutzer von Solarenergie

 

Was bedeutet für Sie der Gewinn des StartGreen Awards?

Der StartGreen-Award ist eine große Anerkennung an all unserer Mitarbeiter. Die Entscheidung der Jury und der Online-Community hat gezeigt, dass unsere Produkte überzeugen und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Preis ist auch eine Bestätigung für die konsequente Umsetzung unserer Vision von einer sauberen und fairen Energiezukunft.

 

Wie kam Ihnen die Idee zu Ihrem Projekt?

Wer eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, kann den Solarstrom auch selbst nutzen. Das Problem daran: Tagsüber läuft die PV-Anlage auf Hochtouren allerdings ist dann meist niemand zu Hause der den Strom nutzen kann. Am Abend, wenn alle zu Hause sind, scheint keine Sonne mehr und man muss trotz PV-Anlage seinen Strom aus dem Netz beziehen. Der größte Teil des selbst erzeugten Stroms geht dem Haushalt also verloren.

Die beiden Gründer von sonnen wollten das ändern und entwickelten einen intelligenten Stromspeicher, der jedem Hausbesitzer die Möglichkeit gibt, überschüssigen Solarstrom zu speichern und genau dann wieder abzurufen, wenn er benötigt wird. Damit können sich Haushalte zu 70 – 80 Prozent im Jahr mit selbst erzeugtem Strom versorgen.

 

Wer hat Sie dabei unterstützt?

Als sonnen im Jahr 2010 gegründet wurde, gab es keinen Markt für Stromspeicher und damit auch keine Investoren oder Unterstützer. Die beiden Gründer Christoph Ostermann und Torsten Stiefenhofer haben ihre Vision mit eigenen Mitteln umgesetzt.

 

Welche Geldquellen haben Sie gesucht? Wie konnten Sie Investoren überzeugen?

Im Jahr 2013 ist der Investor eCapital aus Münster bei der sonnen eingestiegen. Im Jahr 2014 kamen die Munich Venture Partners (MVP) sowie SET Ventures dazu. Im diesem Jahr konnte die sonnen Inven Capital als weiteren Investor dazugewinnen. Die Investoren waren vom rasanten Wachstum des Unternehmens sowie von der einzigartigen Technologie beeindruckt.

 

Welche Herausforderungen sehen Sie an Ihrem Beispiel für grünes Gründen in Deutschland?

Eine der größten Herausforderungen ist es, in der Startphase die notwendigen finanziellen Mittel für den Aufbau des Unternehmens zu erhalten. In den USA ist das z.B. wesentlich einfacher als in Deutschland.

 

Was leistet Ihr Projekt für den Klimaschutz? Wie trägt es zum Wandel in der Gesellschaft bei?

Sonnenbatterie-Besitzer erzeugen ihren Strom aus erneuerbaren Energien. Sie beziehen damit 70 bis 80 Prozent weniger Strom pro Jahr aus dem Stromnetz, dessen Strommix ja zu einem Großteil aus Kohle- und Atomkraft besteht. Damit sparen Sonnenbatterie-Besitzer große Mengen CO2, da sie ihren Strom emissionsfrei und nachhaltig erzeugen. 

 

Welches Geschäftsmodell steckt hinter Ihrem Vorhaben?

Die Sonnenbatterie vertreibt ihre intelligenten Stromspeicher über zertifizierte Fachpartner sowie über OEM-Partner wie RWE, Vaillant oder Solarworld.

 

Was ist dabei Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Als intelligentes Speichersystem erhöht die Sonnenbatterie den Anteil des Eigenverbrauchs eines Haushalts. So kann sie zum Beispiel elektrische Geräte wie eine Waschmaschine genau dann aktivieren, wenn gerade überschüssiger Solarstrom vorhanden ist. Neben den Vorteilen für den privaten Eigenverbrauch entlastet die Sonnenbatterie aber auch die Stromnetze. Durch eine Prognose findet die Sonnenbatterie den besten Zeitpunkt am Tag, um mit dem Laden zu beginnen. Das ist häufig am Mittag der Fall, wenn alle Photovoltaik-Anlagen in das Stromnetz einspeisen und es teilweise an seine Belastungsgrenze bringen. Die Sonnenbatterie speichert die Mittagsspitzen und entlastet damit die Stromnetze.

 

Welchen Tipp haben Sie für Gründerinnen und Gründer in der Green Economy?

Wer von seiner Vision fest überzeugt ist und sie auch trotz Schwierigkeiten konzentriert verfolgt, kann sehr erfolgreich damit werden.


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