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Paprfloor - Papierfußboden für temporäre Bauten

© Rolf Schulten

Redaktion

In aller Kürze: Was ist eure Unternehmensidee?
Paprfloor ist ein Fußbodenbelag aus Recyclingpapier für die temporäre Nutzung auf Messen, Veranstaltungen oder temporären Gebäuden. Er reduziert der CO2 Emissionen im Vergleich zu normalen Messeböden um bis zu 10kg je qm.

Welche Mission verfolgt ihr? Auf welche Weise leistet ihr einen positiven Beitrag für die Umwelt oder Gesellschaft?
Wir wollen Messen gesünder und umweltfreundlicher machen. Mit paprfloor gehen wir den ersten Schritt. Der Boden spart bis zu 10kg CO2 je qm im Vergleich zu klassischen Messeböden. Durch die Verwendung von Papier werden Unmengen an Sondermüll eingespart, der durch die Entsorgung des klassischen Bodens entsteht.

Wie kam euch die Idee zur Gründung?
Die Idee kam uns, als wir selbst eine Messe zum Thema Nachhaltigkeit organisiert haben und dabei keinen nachhaltigen Fußbodenbelag gefunden haben. Und da haben wir ihn einfach selbst entwickelt.

Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?
Wir verkaufen den Bodenbelag über Messebauer, Partner und unsere eigene Website. Zusätzlich bieten wir Verlegedienstleistungen an. Kunden können den Boden auch komplett und sehr einfach individualisieren, was als zusätzliche Dienstleistung durch uns angeboten wird.

Was ist euer Alleinstellungsmerkmal?
Aktuell sind wir der einzige kommerziell hergestellte Papierfußboden der Welt. Zudem sind wir die aktuell einzige bezahlbare gesunde und nachhaltige Alternative zu klassischen Messeböden, die aus Erdöl und einer ganzen Reihe an gesundheitsschädigenden Stoffen hergestellt werden. Zudem ist paprfloor deutlich leichter und kann kostenfrei über die Papiertonne entsorgt werden.

Gibt es bestimmte Herausforderungen speziell in eurer Branche?
Papier ist ein ungewöhnliches Material für einen Bodenbelag. Die Vorbehalte dagegen wie Brandschutz, Festigkeit und Verlegung müssen wir ausräumen. Messebauer und Aussteller sind zudem sehr konservativ und designorientiert, was oft gegen die Verwendung eines nachhaltigen Bodens spricht.

Wie sieht eure langfristige Vision aus?
Wir wollen mindestens 5% des gesamten Marktes für Messefußböden abdecken. Zudem wollen wir der innovativste Anbieter von Messeböden werden, was wir unter anderem mit der „augmented reality“ Funktion des Bodens schon gezeigt haben. Darüber hinaus wollen wir immer den gesündesten und nachhaltigsten Boden für Messen anbieten und vielleicht zukünftig auch in andere Bereiche vordringen.

Und zu guter Letzt: Warum wollt ihr den StartGreen Award 2018 gewinnen?  
Der Award wird uns dabei helfen, unsere Vision von gesunden Messen und vor allem den Fußböden einer breiten Masse vorzustellen. So können wir Vorbehalte ausräumen, was wiederum zu einem schnelleren Geschäftsaufbau führt und damit noch mehr CO2 einspart.

© Rolf Schulten

 


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