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Nutramo: Vegetarisches Fischfuttermittel mit Wasserreinigungseffekt

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Nutramo: Vegetarisches Fischfuttermittel mit Wasserreinigungseffekt

 

Wie kam Ihnen die Idee zu Ihrem Projekt?

Die Idee zum innovativen Fischfuttermittel hat Oscar Aragon entwickelt. Sein großer empirischer Wissensschatz über innovative Pflanzenrohstoffe in Verknüpfung mit seinen Kompetenzen in den Bereichen Produktentwicklung und Innovation haben zu diesem vielversprechenden Projekt geführt.

 

Wer hat Sie dabei unterstützt?

Besondere Unterstützung erhalten wir vom Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität Oldenburg, welches uns v.a. auch während der Antragsphase und der gerade laufenden EXIST-Gründerstipendiumsphase mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem bekommen wir fachlichen Input und Beratung von einer Oldenburger Unternehmerin (Bereich der Pflanzenproduktion) und von unseren Pilotkunden.

 

Welche Geldquellen haben Sie gesucht? Wie konnten Sie Investoren überzeugen?

Bisher finanzieren wir uns über das EXIST-Gründerstipendium und sind dabei einen Businessplan zu erstellen, mit dem wir bald Investoren überzeugen wollen.

 

Welche Herausforderungen sehen Sie an Ihrem Beispiel für grünes Gründen in Deutschland?

Gerade in den Bereichen der Futter-/Tier-/Lebensmittelproduktion (in diesem Fall Aquakultur, Aquaponik) gibt es in Deutschland und der EU eine Reihe an wichtigen, aber eben auch strengen Vorschriften, die einzuhalten sind. Dies gilt natürlich in verstärktem Maße, wenn es um „Öko“ oder eben um „grüne“ Produktion geht. Wir begrüßen natürlich diese Regelungen, die es überhaupt möglich machen, dass wir in Deutschland und der EU auf hohem qualitativen Niveau Lebensmittel (auch tierischer Herkunft) produzieren können, dennoch stellen diese zum Teil gerade am Beginn eine große Herausforderung dar.

 

Was leistet Ihr Projekt für den Klimaschutz? Wie trägt es zum Wandel in der Gesellschaft bei?

Durch unser nachhaltiges Fischfutter mit Wasserreinigungseffekt kann der Überfischung der Weltmeere (zur Produktion von Fischmehl) entgegengewirkt werden. Bei einem Einsatz eines vegetarischen Fischfutters kommt kein Fischmehl mehr zum Einsatz und die Abhängigkeit von der Fischmehlproduktion wird überflüssig. Dadurch wird die Meeresumwelt entlastet.                                                                                                                  

Zusätzlich wird die Thematik des hohen Energieverbrauchs der konventionellen Wasserreinigung angesprochen. Die wasserreinigende Substanz entfernt Abfallstoffe und Mikroben aus kontaminiertem Wasser. Dadurch kann der Reinigungs- und Energieaufwand im Aquakultur-Bereich signifikant eingespart werden.

 

Welches Geschäftsmodell steckt hinter Ihrem Vorhaben?

Unser Geschäftsmodell umfasst neben dem konkreten Produkt (nachhaltiges Fischfutter) auch weitere nachhaltige Prozesslösungen im Bereich Aquakultur/Aquaponics. Somit soll der optimale Einsatz unseres Produktes gewährleistet werden, um höchste Effizienz in Sachen Nährstoffverwertung und Wasserreinigung zu gewährleisten. Dabei soll es z.B. um die Entwicklung von optimal angepassten Fütterungsautomaten gehen oder aber auch um eine Optimierung von Aquaponic-Systemen unter Verwendung von bisher nicht genutzten Pflanzenarten.

 

Was ist dabei Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Die Besonderheiten liegen vor allem in der natürlichen und umweltfreundlichen Zusammenstellung der Rohstoffe, die wir in unserem nachhaltigen Fischfutter und im Bereich Aquaponik verwenden. Durch den hohen Nährwert kann die Fischgesundheit signifikant erhöht werden (Einsparung von therapeutischen Maßnahmen und krankheitsbedingten Ausfällen) und ein gutes Wachstum wird gefördert.

Die Kosteneinsparung für den Kunden ist sehr hoch, da sowohl der Beschaffungspreis des Futtermittels günstiger ist als bei konventionellem Fischfutter, als auch der Verzicht auf Antibiotika, sowie auf ein Wasserreinigungssystem und auf regelmäßigen Wasseraustausch sehr lukrativ ist. Auch Ausfälle durch erkrankte Fische sinken dadurch drastisch.

 

Welchen Tipp haben Sie für Gründerinnen und Gründer in der Green Economy?

Es lohnt sich gerade im Bereich GreenEconomy zu gründen, da es nicht nur großen Bedarf an „grünen“ Lösungen und Geschäftsmodellen gibt, sondern es auch Spaß macht, seine Energie und Motivation für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen einzusetzen.

 

Warum wollen Sie den StartGreen Award 2015 gewinnen?

Wir wollen uns mit unserem Unternehmen für nachhaltige und „grüne“ Aquakultur und Lebensmittelproduktion einsetzen. Auf diesem Gebiet gibt es nicht nur in Deutschland, sondern weltweit noch großen Nachholbedarf gibt. Deshalb möchten wir gerne den StartGreenAward 2015 gewinnen, um die gesunde und nachhaltige Lebensmittelproduktion weiter ausbauen zu können!


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