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MOBIKO: Digitales Mobilitätsbudget für Unternehmen

© MOBIKO

Redaktion

In aller Kürze: Was ist eure Unternehmensidee?

Mit MOBIKO (kurz für Mobilitätskontingent) ermöglichen wir Arbeitgebern ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein monatliches, flexibel einsetzbares Mobilitätsbudget für den Arbeitsweg und für Fahrten in der Freizeit zur Verfügung zu stellen. Das Mobilitätsbudget wird in der MOBIKO App abgebildet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können alle verfügbaren Verkehrsmittel und Mobilitätsdienstleistungen weltweit nach individuellem Bedarf und Umweltbewusstsein nutzen und bei ihrem Arbeitgeber ganz einfach per MOBIKO App abrechnen.

Welche Mission verfolgt ihr? Auf welche Weise leistet ihr einen positiven Beitrag für die Umwelt oder Gesellschaft?

Unser Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen eine Lösung zu bieten, ökologische sowie ökonomische Verantwortung mit den Werten und Bedürfnissen jedes Mitarbeiters in Einklang zu bringen. Wir glauben daran, dass ökologisches Umdenken nur dann schnell genug passiert, wenn wir ökologisches Verhalten an ökonomische Anreize knüpfen. Genau das wollen wir mit dem MOBIKO-Mobilitätsbudget tun.

Wer heute nachhaltig mobil ist, soll auch heute ökonomische Vorteile daraus ziehen und nicht ausschließlich für sein Öko-Gewissen Karmapunkte sammeln. Mit MOBIKO stellen wir Arbeitgebern ein benutzerfreundliches, digitales Tool zur Verfügung, Verantwortung in der Klimawende zu übernehmen und ihre Mitarbeiter darin finanziell zu unterstützen, umweltschonende Fortbewegungsmittel aktiv zu nutzen und einfach abrechnen zu können.

Wie kam euch die Idee zur Gründung?

Vor knapp zwei Jahren haben wir angefangen, uns mit der Mobilität von Unternehmen zu befassen und festgestellt, dass das betriebliche Mobilitätsangebot für Mitarbeiter extrem überholt, starr und wenig nachhaltig ist. Führungskräfte und Außendienstmitarbeiter erhalten oft einen persönlichen Dienstwagen, ein Teil der Beschäftigten bekommt ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr und oftmals wird dem Mitarbeiter gar nichts angeboten. 

Wenn es ein Mobilitätsangebot gibt, deckt sich dieses in vielen Fällen nicht mit den individuellen Bedürfnissen sowie den zunehmenden Nachhaltigkeitsansprüchen der Mitarbeiter. Gleichzeitig etablieren sich immer mehr und insbesondere nachhaltige Mobilitätsangebote direkt vor unserer Haustüre. Und obwohl zahlreiche Mitarbeiter diese Services schon in ihrer Freizeit regelmäßig nutzen, sind alternative und klimafreundliche Fortbewegungsmittel immer noch nicht in den Unternehmen angekommen. Das wollen wir ändern – mit MOBIKO! 

Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

MOBIKO basiert auf einem SaaS-Geschäftsmodell. Mitarbeiter erhalten ein monatliches Mobilitätsbudget von ihrem Arbeitgeber, dessen Status in der MOBIKO App jederzeit einsehbar ist. Um von A nach B zu kommen, nutzen sie ganz einfach das Verkehrsmittel ihrer Wahl – egal wann, egal wo – und bezahlen dieses, wie gewohnt. Anschließend melden sie sich in der App an, erfassen ein paar Fahrtdetails und laden entweder ein Foto ihres Fahrttickets oder die PDF-Rechnung direkt in die App hoch. Die steuerkonforme Rückerstattung aller eingereichten Mobilitätskosten erfolgt im Folgemonat mit der Gehaltszahlung. Für die Nutzung der MOBIKO Applikationen zahlt der Arbeitgeber eine monatliche Servicegebühr pro Mitarbeiter. Für Mitarbeiter ist die Nutzung von MOBIKO kostenfrei.

Was ist euer Alleinstellungsmerkmal?

MOBIKO unterscheidet sich vor allem dahingehend vom Wettbewerb, dass keine Eingrenzung der verwendbaren Mobilitätsdienstleister und -services stattfindet. Damit können wir Mitarbeitern weltweite Mobilitätsfreiheit bieten – ganz gleich, ob für den täglichen Arbeitsweg oder private Fahrten in der Freizeit. Durch das flexible Baukastenprinzip unserer Self-Service-Lösung, können sich Unternehmen den Mobilitätsbenefit für ihre Mitarbeiter nach ihren Nachhaltigkeits- und Steueranforderungen maßgeschneidert zusammenstellen. Denn wir haben verstanden, dass jedes Unternehmen im Bereich Mobilität anders tickt und deswegen ist bei uns alles individualisierbar. Zudem ist MOBIKO das erste digitale Mobilitätsbudget, das weltweit alle Fortbewegungsmittel für Mitarbeiter und deren Arbeitgeber steuerkonform und steueroptimiert abrechenbar macht. Das wird unterstützt durch unsere KI, dem technologischen Herzstück unserer Softwarelösung.

Gibt es bestimmte Herausforderungen speziell in eurer Branche?

Durch zunehmendes Städtewachstum, Staus, Lärmbelastung, Parkplatzengpässe und Verschmutzung erfordern neue Innovationen. Mobilitätskonzepte müssen weitergedacht, integrierter geplant und umgesetzt werden. Neue, innovative und flexible Mobilitätslösungen tragen dazu bei, den Verkehr und die persönliche Fortbewegung besser zu organisieren. Trotz der zunehmenden Flexibilität und Vernetzung sind wir heute noch weit von einer effizienten und nachhaltigen Mobilität entfernt. Der Mobilitätswandel kommt bei Wirtschaft, Politik, Verbänden, etc. nicht gleichermaßen an, was die Zusammenarbeit und den Fortschritt oftmals behindert. Eine enge Kooperation aller Beteiligten ist jedoch erfolgsentscheidend.

Wie sieht eure langfristige Vision aus?

Unsere Vision ist es, Arbeitgebern mit MOBIKO eine ganzheitliche Plattform für ihre betriebliche Mobilität an die Hand zu geben, um die Mobilitätswelt von morgen „beherrschbar“ zu machen und das Thema Mitarbeitermobilität auf ein effizientes und zukunftsfähiges Level zu heben - individuell, digital, transparent und nachhaltig.

Und zu guter Letzt: Warum wollt ihr den StartGreen Award 2019 gewinnen? 

Für MOBIKO ist der StartGreen Award eine wertvolle Chance, den Austausch und Ausbau unseres Netzwerkes innerhalb der (grünen) Start-up-Szene sowie in Richtung Investoren, Förderinstitutionen und Politik zu verstärken. Der StartGreen Award stellt für uns aber auch eine relevante Plattform dar, um eine Vielzahl von Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, wie sie mit digitalen Ansätzen wie dem MOBIKO-Mobilitätsbudget einen wesentlichen Beitrag zur Green Economy in Deutschland leisten und ihren Mitarbeitern gleichzeitig etwas Gutes zu tun können.

 

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