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Investorengelder nur noch bei Klimaneutralität

© Markus Spiske - unsplash

Redaktion

Das schwedische Finanztech-Start-up Klarna setzte sich bereits für 2019 das Ziel der vollständigen Klimaneutralität. Das Unternehmen aus dem Geburtsland der Fridays-for-Future Bewegung ersetzt Flüge durch Zugreisen, verwertet Lebensmittelabfälle zu Biokraftstoff und investiert in Klimaschutzprojekte.

Auch deutsche Start-ups kommen möglicherweise bald um eine Strategie zur Klimaneutralität nicht mehr herum. Eine Gruppe von 20 bekannten Investorinnen und Investoren verpflichtete sich vor kurzem zu mehr Verantwortung für den Klimaschutz. Die Gruppe beschloss, ab sofort nur noch in Start-ups zu investieren, die sich nachweislich um eine positive CO2- Bilanz ihres Unternehmens bemühen. Bei Finanzierungsverhandlungen werden deshalb mit Gründerinnen und Gründern konkrete Nachhaltigkeitsklauseln beschlossen. In diesen verpflichten sich die Unternehmen zum Beispiel zur Messung und Reduktion ihres CO2- Ausstoßes. Zu hohe Emissionen sollen dann durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

Fabian Heilemann vom Wagniskapitalgeber Earlybird ist einer der Unterstützer dieser Idee. Trotz zusätzlicher Zeit und Arbeit profitieren Start-ups in seinen Augen ungemein von einer durchdachten Nachhaltigkeitsstrategie. So schaffe ihr Klima-Engagement ein gutes Image für das Unternehmen und mache es für potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiver. Außerdem steht den Start-ups bei Fragen und Schwierigkeiten die Initiative Leaders for Climate zur Seite. Sie greift den jungen Unternehmen beispielsweise beim Aufbau eines Messsystems unter die Arme. 

Das System ist noch nicht perfekt. Viele Umweltschützerinnen und Umweltschützer kritisieren schon seit langem die finanzielle CO2-Kompensation. Zu hohe Emissionen immer wieder mit Geld auszugleichen sei nicht die Lösung. Daher achten die Investorinnen und Investoren besonders darauf, dass bei den Start-ups das tatsächliche Reduzieren der Emissionen im Vordergrund steht. An ihrer eigenen Nachhaltigkeit arbeiten einige der Investorinnen und Investoren jedoch erst noch. Zu eigenen Nachhaltigkeitszielen verpflichteten sich die 20 Kapitalgebenden jedenfalls noch nicht.

Insgesamt jedoch bietet die Idee eine tolle Chance für Start-ups mit Klima- und Umwelttechnologien! Gerade grüne Start-ups haben nämlich oft Schwierigkeiten bei der Finanzierung.


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