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Interview: Stephanie Pröpsting berichtet zur NaSch-Community

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Redaktion

Die NaSch-Community bietet eine Vielzahl von Ressourcen zur Planung, dem Aufbau und dem Betrieb einer nachhaltigen Schülerfirma. Im Interview berichtet uns Stephanie Pröpsting von den vielfältigen Vorzügen einer Mitgliedschaft.
 

1. Liebe Stephanie, du bist Projektkoordinatorin bei der NaSch-Community. Wofür steht „NaSch“ eigentlich und was gibt es auf der Community zu entdecken?

„NaSch“ steht für „Nachhaltige Schülerfirmen“. Das sind unternehmensähnlich strukturierte und organisierte Firmen, die von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Schule umgesetzt werden. Die Firmen verkaufen Produkte oder bieten eine Dienstleistung an. Es gibt wie bei den „großen“ Vorbildern Abteilungen wie zum Beispiel die Produktions-, Marketing- und Finanzabteilung, oft gibt es auch eine Geschäftsführung. Das Besondere an Nachhaltigen Schülerfirmen ist, dass sie ressourcenschonend und sozial gerecht wirtschaften. Sie achten zum Beispiel darauf, Materialien und Energie einzusparen und Abfälle zu vermeiden oder zu reduzieren. Regionalität und globale Gerechtigkeit spielen ebenfalls eine Rolle. So werden lange Transportwege vermieden, Bio- und Fair-Trade-Produkte bevorzugt.

Die NaSch-Community ist eine Informations- und Austauschplattform für Nachhaltige Schülerfirmen und alle, die es werden möchten. Im offenen Bereich der NaSch-Community sind vielfältige Materialien rund um das Thema gebündelt und thematisch sortiert, wie zum Beispiel Checklisten, Leitfäden, Handreichungen und Praxisbeispiele. Dies bietet eine umfangreiche Unterstützung zum Aufbau und Betrieb von Nachhaltigen Schülerfirmen. Zudem können sich die Schülerfirmen als Mitglied registrieren und von weiteren Angeboten profitieren.
 

2. Welche Vorteile haben Schülerfirmen, die sich auf der NaSch-Community registrieren? Gibt es Voraussetzungen, um Mitglied zu werden?

Schülerfirmen, die Mitglied der NaSch-Community sind, können sich im geschlossenen Bereich u.a. mithilfe von themenbezogenen Foren, einer Materialbörse, einem Veranstaltungskalender und einem Wiki austauschen und gegenseitig unterstützen. In einem privaten Arbeitsbereich können die Schülerfirmen zudem ein Firmenprofil anlegen und im Schaukasten veröffentlichen, schnell und einfach eine eigene Homepage erstellen, Termine in einem zentralen Kalender sammeln und vieles mehr. 

Mitglied der NaSch-Community können Nachhaltige Schülerfirmen aller Schulformen und Schulstufen aus dem gesamten Bundesgebiet werden. Neben bereits gegründeten Schülerfirmen sind auch Schülerfirmen, die sich in der Gründungsphase bzw. auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Schülerfirma befinden, herzlich Willkommen.
 

3. Wer ist sonst noch dabei? Gibt es weitere Partner?

Die NaSch-Community hat aktuell 10 nachhaltig wirtschaftende Partnerunternehmen, die u.a. in der NaSch-Community als „große“ Vorbilder für den Austausch mit den Schülerfirmen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus unterstützen 10 weitere Bildungs- und Kooperationspartner die NaSch-Community, z.B. als Experten in den Ratgeberforen, die regelmäßig stattfinden. Nicht zuletzt ist die NaSch-Community Teil des Projektes StartGreen@School, das von der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMU gefördert wird und in Kooperation mit UnternehmensGrün e.V., Borderstep Institut, BildungsCent e.V. und dem Institut Futur der FU Berlin durchgeführt wird.  
 

4. Warum findest du das Thema Nachhaltige Schülerfirmen eigentlich so spannend? Was macht dir an der Arbeit mit Schülerfirmen am meisten Spaß?

Ich finde Nachhaltige Schülerfirmen sehr spannend, weil die Schülerinnen und Schülern sich ganz praktisch damit auseinandersetzen, wie Wirtschaften ökologisch und sozial gerecht gestaltet werden kann. Sie hinterfragen ihr Handeln und setzen sich mit den Folgen für Mensch und Umwelt auseinander. Natürlich stehen sie dabei immer wieder vor Dilemmasituationen, denen sie sich stellen müssen. Aber gerade das macht die Arbeit auch spannend und herausfordernd. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler, sich zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen, mit Kunden zu kommunizieren und ihre Schülerfirma zum Beispiel auf einer Bühne vor einem großen Publikum zu präsentieren. Sie erwerben einfach so viele Fähigkeiten und Kompetenzen, die im Fachunterricht nicht vermittelt werden (können). Spaß macht mir vor allem zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler sehr stolz auf ihre Schülerfirma sind, darin aufgehen und Selbstwirksamkeit erfahren.


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