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Interaktive Weltkarte zeigt Umfang der Meeresverschmutzung auf

© Michael Olsen - unsplash

Redaktion

Bilder mit riesigen Teppichen aus Plastikmüll in den Meeren zeigen einer der größten globalen Herausforderungen der heutigen Zeit auf: die Meeresverschmutzung durch Plastik. Bis zu 140 Millionen Tonnen Plastikmüll befinden sich in Flüssen, Seen und Meeren und die Verschmitzung wird auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Bei bleibender Tendenz werden 2050 mehr Plastikteile als Fische in unseren Ozeanen schwimmen.

Ein gravierendes Problem stellt hierbei Mikroplastik dar. Allgemein hat Plastik eine Lebensdauer von ca. 450 Jahren und wird in den Meeren durch Einflüsse wie Reibung, Salzwasser und UV-Strahlung in immer kleinere Fragmente, dem Mikroplastik, zerkleinert. Diese verteilen sich überall und werden von Meeresorganismen für Nahrung gehalten. Mikroplastik stellt somit eine langfristige Bedrohung für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Daher hat die gemeinnützige Organisation One Earth - One Ocean (OEOO) sich als Ziel gesetzt, gegen die Meeresverschmutzung vorzugehen. Seit Jahren engagieren sie sich für den Aufbau einer Datenbank zu den Verschmutzungsgraden durch Mikroplastik in den Weltmeeren. Um das Ausmaß dieser Verschmutzung für alle sichtbar zu machen, hat OEOO nun eine "Microplastic Pollution Map" erstellt. Hierfür werden regelmäßig Wasserproben aus der Nordsee, dem Atlantik und dem Mittelmeer gesammelt. Anschließend werden die Proben von dem Kooperationspartner Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Rhederei (OPDR) im Labor auf ihre chemische Zusammensetzung analysiert. Die ermittelten Daten werden anschließend in der OEOO-Datenbank veröffentlicht und sind auf der interaktiven Weltkarte für alle einsehbar.

In der Weltkarte kann nach Meeresgebiet, Ort der Probenentnahme, Jahr und Kunststoffart gefiltert werden. Zukünftig soll die Karte noch durch weitere Tools und Fotos erweitert werden. Durch die Visualiserung des Ausmaßes von Mikroplastik will OEOO auf die Dringlichkeit zum Handeln sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene aufmerksam machen.

Quelle und weitere Informationen: One Earth - One Ocean


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