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HAIP SOLUTIONS: Früherkennung von Pflanzenkrankheiten

© HAIP SOLUTIONS

Redaktion

In aller Kürze: Was ist eure Unternehmensidee?

HAIP macht es möglich, Pflanzenkrankheiten auf dem Acker zu erkennen bevor sie ausbrechen. Die Technologie erfasst und analysiert mithilfe von Drohnen jegliche Form von Pflanzenstress. Zum Beispiel können mit ihr Nährstoffmangel, das Auftreten von Pflanzenkrankheiten oder aber auch Trockenstress (ausgelöst durch Wassermangel) erkannt werden.

Welche Mission verfolgt ihr? Auf welche Weise leistet ihr einen positiven Beitrag für die Umwelt oder Gesellschaft?

Wir können Krankheiten, Ackerunkräuter, Düngemittelbedarf und Trockenstress frühzeitig erkennen. Dadurch bieten wir Landwirten die Möglichkeit, zum Beispiel Dünger nur dort auszubringen, wo es wirklich notwendig ist. Wir helfen damit nicht nur den Landwirten Ressourcen zu sparen, sondern tragen auch dazu bei, dass weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel auf die Äcker kommen.

Wie kam euch die Idee zur Gründung?

Die Gründungsidee ist ganz klassisch bei einem gemeinsamen Bier in der WG-Küche entstanden. Michel hat durch lange Mitarbeit bei der Herstellerfirma den technischen Kamera-Background. Tobias ist mit den Umwelt/Landwirtschafts-Themen aus seinem Studium vertraut. Die Verbindung von einer Drohne mit einer Kamera aus der Medizintechnik klang spannend und so haben wir auf der Agritechnica 2017 eine Marktanalyse gestartet. Relativ schnell stand fest: Drohnen in der Landwirtschaft sind kein Novum, aber richtige Datenanalyse und Aufbereitung für den Landwirt gibt es bisher noch nicht.

Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

Umsätze sollen durch den Verkauf oder Leasing der Hardware und durch ein monatliches Abonnement der Software generiert werden. Generell wird der mögliche Nutzen bzw. die Einsparung als Obergrenze und die Herstellungskosten mit Marge als Untergrenze definiert. Der Preis soll durch Pilotprojekte validiert werden.

Was ist euer Alleinstellungsmerkmal?

Die derzeitigen Methoden (manuelle Erfassung am Feld, Sensoren an Landmaschinen und Satellitenaufnahmen) sind nicht geeignet, um umfassende, objektive und detaillierte Daten zu erzeugen. Je detaillierter und hochaufgelöster Informationen vorhanden sind, desto gezielter lassen sich die Schadursachen der Kulturpflanzen behandeln. Damit können sowohl Umwelt als auch Ressourcen geschont werden. Bisher gibt es keinen Anbieter, der Drohnensysteme um die Früherkennung von Pflanzenkrankheiten erweitert und alle bestehenden Methoden (Düngemittelbedarf, Fremdpflanzen) kombiniert.

Gibt es bestimmte Herausforderungen speziell in eurer Branche?

In der Landwirtschaft ist es essenziell, ein Produkt mit solider Basis auf den Markt zu bringen. Landwirtschaftliche Betriebe haben wenig Zeit, sich mit unreifen Produkten auseinanderzusetzen. Das Interesse für ein neues Produkt ist dann schnell vorüber. Eine weitere Herausforderung ist das Erfassen von Trainingsdaten, da wir hier auf die Vegetationsperiode angewiesen sind. Deshalb ist eine gute Planung für die Tage auf dem Feld besonders wichtig.

Wie sieht eure langfristige Vision aus?

Wir wollen HAIP Solutions als innovatives und dynamisches Unternehmen im Agrarbereich etablieren. Dabei steht die Entwicklung von Hard- und Software im Fokus, die einen nachhaltigen Mehrwert für Anwender und unsere Gesellschaft generiert. Für uns bedeutet das auch, uns aktiv an den Dialogen über aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Landnutzung zu beteiligen.

Und zu guter Letzt: Warum wollt ihr den StartGreen Award 2019 gewinnen?

Auszeichnungen bei Start-up- und Innovationswettbewerben sorgen für eine gute Sichtbarkeit und werden häufig auch als Prädikat für innovative Lösungen angesehen. Dadurch erhöhen wir die Erfolgschancen unseres Konzeptes. Das Preisgeld können wir außerdem gut für unsere Hardwareentwicklung gebrauchen, da wir mit den verwendeten High-Tech-Produkten recht viel Vorfinanzierungsbedarf haben.

 

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StartGreen Award Innovation Landwirtschaft/Ernährung Preise/Wettbewerbe


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