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Green Vision: Kleiderkreisel

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Redaktion

 


Können die Herausforderungen unserer Zeit, wie der Klimawandel, die Übernutzung von Ressourcen und Ressourcenverschwendung mithilfe von Innovationen, kreativen Geschäftsmodellen und Technologien gelöst werden? Anhand von fünf Beispielen zeigen wir, welchen Beitrag grüne Start-ups zur Lösung solcher Herausforderungen leisten und wo ihre Grenzen liegen.

Wir stellen vor "Kleiderkreisel"


 

Kleiderkreisel

Die Idee an sich ist nicht außergewöhnlich. Ihr liegt weder eine bahnbrechende Technologie zugrunde, noch gibt es ein ausgefeiltes Konzept, das besonderer Expertise bedarf. Dennoch ist das Projekt revolutionär - innovativ, wirtschaftlich und umweltfreundlich zugleich. Eine Idee, die offenbar nur auf ihre Umsetzung wartete.

Kleiderkreisel ist eine Secondhand Plattform für Mode. Platt gesagt, ein „Ebay für Klamotten“. Auf der Plattform wechseln Kleidungsstücke schnell und unkompliziert ihre Besitzer. Hier treffen sich Anbieter und Abnehmer von Kleidung, häufig in ein- und derselben Person. Für die Nutzer lohnt sich das in zweifacher Hinsicht. Sie erwerben neue Kleidungsstücke und können ihre gebrauchten verkaufen oder verschenken. Das nützt der Umwelt, denn es erhöht die Lebensdauer von Kleidung.

 

 

Kleidung wird unter großem Einsatz von Energie und Ressourcen gefertigt. Es ist mittlerweile eine globale Industrie. Damit einhergehen enorme Belastungen für die Umwelt, ganz zu schweigen von den Arbeitsbedingungen unter denen sie teilweise produziert wird. Die Plattform Kleiderkreisel hilft dabei, Ressourcen zu schonen sowie Abfälle und Emissionen zu vermeiden.  

Was als Hobby vor sieben Jahren mit ein paar Freiwilligen begann, ist inzwischen ein Unternehmen mit weltweit über 240 Mitarbeitern in acht Ländern (USA, Großbritannien, Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen, Litauen und Tschechien). Gründer Justas aus Litauen gründete gemeinsam mit Milda seiner Unternehmenspartnerin vor knapp sieben Jahren das Unternehmen Kleiderkreisel. Zunächst arbeiteten einige Freiwillige ohne Gehalt im Rahmen einer kleinen Community. Die Community wuchs.

 

 

Inzwischen hat die Plattform beinahe insgesamt 8,5 Millionen Mitglieder, von denen allein fast 4 Millionen aus Deutschland kommen. Täglich werden es mehr. Jede Minute findet ein Verkauf oder Tausch über die Plattform statt. Kleiderkreisel beweist, Tauschen, Teilen und Second Hand machen Spaß. Das Unternehmen wächst weiter.

Kreiderkreisel ist ein Paradebeispiel für neue Geschäftsmodelle der Share-Economy. Das Unternehmen lebt vom Support und dem aktiven Mitwirken durch seine Community. Allerdings entscheidet auch die Community wie groß der Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und damit zur Nachhaltigkeit ist.

 

Fazit: Kleiderkreisel zeigt, auch einfache Ideen können große Wirkung entfalten und einen entsprechenden Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima leisten. Die Plattform verbindet Mode und Style mit Nachhaltigkeit. Kleidung erhält eine längere Lebensdauer und neue Wertschätzung durch seine Träger.

 


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StartGreen Magazin Geschäftsmodelle Kreislaufwirtschaft Märkte Textil/Bekleidung


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