Nachrichten

Ecosummit im Interview

Redaktion


Ecosummit: Cleantech-Konferenz für Startups, Investoren und Konzerne

 

Wie kam es zur Idee, Ihr Projekt/ Ihre Institution ins Leben zu rufen?

Wir haben 2010 die erste internationale Konferenz für grüne Startups, Investoren und Konzerne in Berlin gestartet, weil wir eine Marktlücke und einen großen Bedarf gesehen haben. Der Anfang war schwer, denn wir waren neu in der Cleantechszene und mussten alle Kontakte neu aufbauen. Im Oktober 2015 haben wir unsere 10. Konferenz in London organisiert und sind inzwischen die Nummer 1 in Europa. Das ist ein gutes Gefühl und Motivation, immer besser und größer zu werden.

 

Welche Mitstreiter konnten Sie gewinnen?

In diesem Jahr wurden unsere Konferenzen in Berlin und London von insgesamt 39 Sponsoren und Partnern unterstützt. Das ist ein neuer Rekord. Zu unseren Kunden gehören: Siemens, Tesla, Autodesk, EDF, EON, EnBW, Enera (EWE), Statkraft Ventures, Inven Capital, Climate-KIC, KIC-InnoEnergy, Swedish Energy Agency, Germany Trade & Invest, Investitionsbank Berlin, High-Tech Gründerfonds, Aster Capital, Munich Venture Partners, VNT Management, Sustainable Ventures, DOEN Foundation, Rockstart, Sonnenbatterie, Sunfire, Grundgrün, Ubitricity, Skeleton Technologies, Kiwigrid, Greenpocket, Sefaira und Solarkiosk. 250 Teilnehmer waren auf ECO15 Berlin und 160 Teilnehmer auf ECO15 London.

 

Wer finanziert Ihr Vorhaben? Wie konnten Sie Investoren und Förderer überzeugen?

Wir haben Ecosummit mit eigenen Mitteln und dem Cashflow aus dem Ticketverkauf und der Sponsorenakquise finanziert. Bisher haben wir keine externen Investoren an Bord. Darauf sind wir besonders stolz.

 

Welche Herausforderungen sehen Sie für grüne Gründerinnen und Gründer in Deutschland?

Jedes Startup muss sich im internationalen Wettbewerb gegen die großen Konzerne und andere Startups durchsetzen. Dies ist nur möglich, wenn ein gutes Gründerteam ein innovatives Produkt entwickelt, für das schnell Kunden gewonnen werden können. Je nach Produktkomplexität und Kapitalintensität wird für die Phasen der Produkt- und Marktentwicklung Risikokapital benötigt, das nicht einfach zu bekommen ist. Gründer sollten daher parallel an den 4 wichtigsten Erfolgsfaktoren arbeiten: People, Capital, Product und Customers. Externe Unterstützung, Fördergelder und Mentoren sind immer willkommen, um schneller und besser zu werden. Verantwortlich für den Erfolg ist allerdings nur das Startupteam.

 

Was tun Sie ganz konkret, um grünes Gründen in Deutschland zu unterstützen?

Wir organisieren Europas führende Konferenz für grüne Startups, Investoren und Konzerne. Auf dem Ecosummit können Startups wichtige Geschäftsbeziehungen aufbauen und pflegen. Unsere produktive Atmosphäre auf der Konferenz ermöglicht gute Gespräche mit entspannten Investoren, Partnern und Kunden, die sich im Laufe der Zeit in konkrete Geschäfte konvertieren lassen. Mit einem Video auf unserem YouTube Kanal Ecosummit TV lassen sich auch Zielgruppen erreichen, die nicht auf die Konferenz kommen.

 

Was leistet Ihr Projekt für den Klimaschutz? Wie trägt es zum Wandel in der Gesellschaft bei?

Wir laden nur Startups zum Ecosummit ein, die einen positiven Umweltbeitrag leisten und ressourceneffiziente Produkte auf den Markt bringen. Wir helfen den Startups, schneller, besser und erfolgreicher zu werden. Nur große und erfolgreiche Startups können auch einen großen, positiven Beitrag leisten für die Transformation unserer globalen Wirtschaft hin zu einer Smart Green Economy.

 

Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Die Reputation und Qualität unserer Konferenz sind eine Mischung aus guter Organisation, den richtigen Teilnehmern und Sponsoren, einem tollen Veranstaltungsort, gutem Essen und der kollektiven Motivation, miteinander Geschäfte zu machen. Nach der Konferenz kommt die Dokumentation mit Photos und Videos. Soweit wir wissen, gibt es keine andere Cleantechkonferenz, die mehr Zeit und Geld in die Videoproduktion steckt.

 

Welchen Tipp haben Sie für Gründerinnen und Gründer in der Green Economy?

Intelligenter, länger und langfristiger arbeiten als die Konkurrenten und die besten Leute für das eigene Team suchen, die man auf dem Planeten finden kann. Und zur Motivation die richtigen Bücher lesen, z.B. „Elon Musk“ von Ashlee Vance, „Venture Deals“ von Brad Feld und Jason Mendelson und „The Launch Pad“ von Randall Stross.


0 Kommentare

StartGreen Magazin Gründungsförderung


Bitte anmelden um einen Kommentar zu hinterlassen.


Über Redaktion

StartGreen ist das online Informations- und Vernetzungsportal für die grüne Gründerszene in Deutschland. Zur StartGreen Online-Redaktion gehören Alexander Schabel, Maya Kristin Schönfelder und Charlotte Baunach.

StartGreen Award 2017

Am 01. Juni startet die neue Bewerbungsphase.

StartGreen Award

Das könnte Sie auch interessieren

Gründen abseits der Metropolen

Förderung

Neue Initiative für Gründungsförderung gestartet! Die Lokalhelden Gründerwerkstatt begleitet junge Gründerinnen und Gründern im ländlichen Raum Ostdeutschlands mit einem Ausbildungsprogramm bis zur Gründung ihres Unternehmens. Bis 15.04. bewerben!

0 Kommentare

NRW sucht nachhaltige Start-ups

Messeförderung

Gründerinnen und Gründer aus dem Nachhaltigkeitsbereich sowie Social Entrepreneurs können sich bis 15.05. um eine kostenlose Teilnahme an der Messe "Fair Friends" in Dortmund bewerben.

0 Kommentare

21
Jun

"Man muss ein eigenes Ökoystem errichten"

Porträt: L.A. Cleantech Incubator, USA

Ein öffentlich-privat finanziertes Gründungszentrum der Stadt Los Angeles, unterstützt erfolgsversprechende Start-ups der Green Economy und Umwelttechnik. Handlungsmaxime des L.A. Cleantech Incubators (LACI) sind die Abkehr von fossilen Energieträgern und ein Kurswechsel des öffentlichen und privaten Sektors im Umgang mit natürlichen Ressourcen.

0 Kommentare

"Grüne Technologien sind seit langer Zeit Bestandteil unserer DNA"

Porträt: Technische Universität Hamburg-Harbug (TUHH)

Die Technische Universität Hamburg-Harburg verbindet Unternehmertum mit hohen Standards in Lehre und Forschung und wurde vom Bundeswirtschaftsministerium als eine der besten unternehmerischen Universitäten des Landes im Rahmen des EXIST-Programmes „Culture and Entrepreneurship“ ausgezeichnet.

0 Kommentare


 

StartGreen ist das Online-Informations- und Vernetzungsportal für die grüne Gründerszene in Deutschland. Hier informiert und vernetzt sich die grüne Gründerszene (grüne Gründer, grüne Start-ups, grüne Investoren und Kapitalgeber, nachhaltig orientierte Gründerzentren u.v.m.) um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen.